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Neues friesisches Manifest? - pro und contra
BREDSTEDT (NfI). Im Jahre 1955 verabschiedeten Vertreter aus West-, Ost- und Nordfriesland am Upstalsboom bei Aurich das "Friesische Manifest", in dem sie sich zur eigenen Überlieferung ebenso bekannten wie zu einem friedlichen Miteinander in Europa. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums hat nun eine Debatte begonnen, ob ein neues, den veränderten Zeiten angepasstes Manifest gebraucht wird. In der Rubrik "pro und contra" der soeben erschienenen 152. Ausgabe von "Nordfriesland", der Vierteljahresschrift des Bredstedter Nordfriisk Instituut, bringt Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining, Argumente für einen neuen Text. Hans Otto Meier, Vorsitzender des Nordfriesischen Vereins, spricht dagegen.
Ein selbstbewusstes Heimatgefühl bildet eine solide Basis für Weltoffenheit. Zu diesem Ergebnis kommt Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in einem Beitrag zum 2005 begangenen 40-jährigen Bestehen des Instituts. Prof. Dr. Thomas Steensen beschreibt in seinem Beitrag die Geschichte des Fährhafens Schlüttsiel. Der Sylter Heimatkundler Dr. Manfred Wedemeyer würdigt beispielhaft das Wirken der Westerländer Freiwilligen Feuerwehr.
Knut Kiesewetter erinnert an seinen verstorbenen musikalischen Weggefährten Fiede Kay. Aktuelle Berichte und Buchbesprechungen runden Nordfriesland 152 ab. Es umfasst 32 Seiten. Beigeheftet sind Karten mit friesischen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen und farbigen Tuschzeichnungen von Marie Tångeberg. Das Heft kostet 3,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt.
Jetzt 10 000 Euro im Tams-Jörgensen-Fonds
BREDSTEDT (NfI). Zu seinem 40-jährigen Jubiläum errichtete das Nordfriisk Instituut den Tams-Jörgensen-Fonds, benannt nach dem Mitbegründer und ersten Leiter des Instituts. Mit den Erträgen sollen alle zwei Jahre ausgewählte Veröffentlichungen und Veranstaltungen zugunsten der friesischen Sprache und Kultur gefördert werden. Zahlreiche Freunde und Mitglieder des Instituts zahlten inzwischen Spenden von 10 000 Euro ein. Das Institut informiert über den Fonds auch auf seiner Homepage www.nordfriiskinstituut.de. Wer weitere Spenden einzahlen möchte, hat die Möglichkeit dazu durch eine Überweisung auf das Konto 737 bei der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt (BLZ 21751230).