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EBLUL vollzog Vereinsgründung

EBLUL Deutschland, das Komitee für Regional- und Minderheitensprachen, hat sich am Wochenende neu formiert und die Vereinsgründung vollzogen.

Bei der Sitzung in Hamburg bestätigte das Komitee den Vertreter der Saterfriesen Karl-Peter Schramm als Vorsitzenden. Simon Faber von der dänischen Minderheit wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, während Harro Muus von der Nordfriesischen Volksgruppe das Amt des Sekretärs übernahm.
Auf der Tagesordnung stand unter anderem die jüngste Entwicklung auf der europäischen Ebene. Aufgrund finanzieller und organisatorischer Probleme des EBLUL-Büros in Brüssel wird die europäische Koordinierung künftig von Dublin aus erfolgen. Ausdrücklich begrüßt wurde die Wahl der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Cornelia Nath in den europäischen Vorstand von EBLUL.




Erörtert wurden die zukünftigen Schwerpunkte der Arbeit von EBLUL Deutschland. So sieht das Komitee eine wichtige Aufgabe in der koordinierten Interessenvertretung der Sprachgruppen. Hierzu gehört der Aufbau von informativen Netzwerken, in denen z.B. Erfahrungen im Umgang mit Medien und im Bereich der Sprachdidaktik ausgetauscht werden können. Abzuwarten bleibt jedoch die Genehmigung der EU-Förderprogramme für 2005 und 2006. Das European Bureau for Lesser Used Languages besteht seit 1982 und setzt sich seither für die Belange der Regional- und Minderheitensprachen in Europa ein. Es begleitete die Ausarbeitung der europäischen Sprachencharta und setzt sich für dessen konsequente Umsetzung in den europäischen Staaten ein. Dem deutschen Komitee gehören Vertreter von insgesamt 6 Sprachgruppen an. Neben den oben erwähnten Vertretern des Saterfriesischen, des Nordfriesischen und des Dänischen zählt das Sorbische, das Niederdeutsche und die Sprache der deutschen Sinti und Roma, Romanes, dazu.